Gestalten statt Verwalten
Mein Ziel ist es, ein lebenswertes und
menschenfreundliches Alsfeld zu erhalten und auch neu zu schaffen. Eine Stadt
ist nur dann attraktiv und lebenswert, wenn sich die Bürger hier wohl fühlen,
wenn Einrichtungen und Angebote auf sie zugeschnitten sind und sie sich aktiv
an der Gestaltung beteiligen können.
Ich stehe für ein
hohes Maß an Bürgerbeteiligung bei notwendigen Strukturreformen und
Entscheidungen und für Transparenz im täglichen Miteinander.
Enorme Steuerausfälle,
zusätzliche Pflichtaufgaben und die Misswirtschaft der letzten 10 Jahre unter
SPD-Verantwortung mit jeweils wechselnden politischen Partnern, stürzte unsere
Stadt in eine schwere Finanzkrise. Diese zwingt uns im Interesse einer
langfristigen Handlungsfähigkeit zu Einschnitten, Kurskorrekturen und vor allem
zu mehr Effizienz in der Verwendung öffentlicher Mittel.
Durch:
·
Verstärkung
interkommunaler Zusammenarbeit (z.B. Baubetriebshof, Feuerwehren)
·
Neustrukturierung
des „Unternehmens“ Stadt Alsfeld einschl. Nebenbetriebe
·
Sozialverträgliche
Verschlankung der Verwaltung durch Neuorganisation
kann die Stadt
wieder zu dem finanziellen Handlungsspielraumgelangen gelangen.
Alsfeld muss ein
Bildungszentrum bleiben, das es den Bürgern ermöglicht, ihren Kindern alle
Chancen einer guten und erfolgreichen Grund-, Aus- und Weiterbildung in allen
Schulformen zuerhalten.
Um die
Attraktivität Alsfelds für junge Familien zuwahren, müssen auch die
Kindergärten als Bildungs- und Betreuungsstätten weiter um- und
ausgebaut werden. Eine Ganztagsöffnung muss das Ziel dieser Strukturreform
sein, in der Krabbelstube, Kindergärten und Schulen mit ihren Angeboten
vernetzt werden sollen.
Außerschulische
Einrichtungen wie
Bücherei, Vereine, Musikschule, Cafe- Online u.s.w sollen in ein solches
Bildungsnetz einbezogen werden.
Die Alsfelder
Baustellen, an denen bei der Weiterentwicklung des Stadtbildes gearbeitet
werden muss, sind vielfältig.
Bereich
Zinner-Deutsches Haus und die
umliegende Verkehrssituation. Auch wenn Eigentumsfragen noch zu klären sind,
muss dieser zentrale Ort unserer Stadt möglichst schnell mit einem vernünftigen
planerischen Konzept saniert werden. Hierbei könnte ein Dienstleistungszentrum
mit Grünfläche und einer entzerrten Straßenführung Alsfeld zu neuer
Attraktivität verhelfen.
Im Zuge des
Neubaus der A49 muss dafür gesorgt werden, dass zumindest der Schwerlastverkehr
aus der Stadt herausgehalten wird.
Der
Bahnhofsvorplatz und der Busbahnhof werden mit Hilfe von Mitteln aus dem
„Stadtumbau West“ neu gestaltet. Er kann nun als neue Visitenkarte, als
freundliches Gesicht der Stadt zu einer Attraktivierung beitragen und
als lebendiger Treffpunkt unserer Stadt genutzt werden. Dazu gehört natürlich
der Ausbau der Bahnlinie und der Buslinien, eine Anbindung an das
Radwegenetz und ein Ausbau der dort ansässigen Gastronomie (z.B. Öffnung des
anliegenden Biergartens).
Autofreier
Marktplatz und somit Belebung der
Altstadt durch Mensachen.
Moderne Stadtentwicklung
ist ohne eine gleichzeitige ökologische Stadtentwicklung nicht mehr denkbar und
auch nicht mehr zeitgemäß. Alsfeld läuft Gefahr, diesen Umbau zu verpassen.
Deshalb müssen z.B. gemischte Wohn- und Industriegebiete wie das ehemalige
BGS-Gelände Vorzeigeprojekte auf diesem Sektor werden. Eine Modernisierung der
zentralen Heizanlage unter Verwendung von Biomasse könnte nebenbei die
Holztrocknung und Pelletproduktion mit einbeziehen.
Nur so
funktioniert zukunftsorientierte
Wirtschaftsentwicklung in unserer Stadt: regionale Vorteile des Vogelsberges zu
unseren Gunsten nutzen.
Unsere Stadt
braucht eine Versammlungshalle für kulturelle, soziale und touristische
Veranstaltungen. Die Stadthalle könnte zu einem energieautonomen Musterprojekt
eines Passivhauses umgestaltet werden in Zusammenarbeit mit namhaften
Unternehmen der Baubiologie und Solartechnik. Dabei eröffnen sich für Alsfeld
neue Fördermöglichkeiten vonLand, Bund und der Privatwirtschaft.
Der 50.
Hessentag in Alsfeld soll trotz der schwierigen Finanzlage stattfinden. Doch
sollten wir mit einem neuen, unserer Stadt angemessenem Konzept Flagge zeigen.
Der Hessentag sollte gleichzeitig modern, aber auch wieder ursprünglich hessisch gestaltet werden mit einer
Rückbesinnung und gleichzeitigen Zukunftsorientierung auf „unsere“ drei
Stationen 1960, 1985 und 2010. Großevents, die unnötig viel vom Etat
verschlingen, müssen überdacht werden.
Hallenbad und
Freibad sind in einer Stadt auch eine soziale Einrichtung, es ist ein wichtiger
Ort der gemeinsamen Kommunikation, des Treffens und der sportlichen Betätigung
für alle Altersschichten und somit aus Alsfeld nicht wegzudenken.
Sicherlich müssen
Investitionen getätigt werden, um das Schwimmbad zu modernisieren und für Sport
und Begegnung wieder attraktiver zu machen. Dabei müssen neue Wege bei der
Finanzierung und Verantwortung für ein solches wichtiges Zentrum einer Kommune
gefunden werden. Denkbar wäre ein Genossenschaftsmodell, bei dem die Alsfelder
Bürger und Bürgerinnen über den Kauf von Genossenschaftsanteilen bei der
Planung und Renovierung die Führung übernehmen würden.
Damit spreche ich
mich gegen eine Privatisierung mit nicht kalkulierbaren Folgekosten für die
Stadt aus.
Ich
stehe für diese Ziele:
·
Transparenz
und Bürgerbeteiligun
·
Konsolidierung
des städt. Haushalts
·
Bildungszentrum
Alsfeld
·
Ein soziales
und lebendiges Alsfeld
·
Autofreier
Marktplatz
·
ÖPNV- und
Radwegekonzept