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Die Kraft des Windes im Vogelsberg
nutzen
21.1.2008
Der Kreisverband der Grünen im Vogelsberg lud zu einer
Wanderung zu dem Windpark Frischborn und einer anschließenden
Diskussionsrunde zum Thema erneuerbare Energien im Vogelsberg ein. Der
Direktkandidat der Grünen, Dr. Erik Siefart, erläuterte
Möglichkeiten und Strategien für die Region Vogelsberg.
Beim
Fußmarsch zu den Windanlagen in Frischborn spürten die Teilnehmer
die geballte Kraftdes Windes, der im Vogelsberg an vielen Tagen weht. Sie waren
sich einig, dass die Windräder keinesfalls die raue Schönheit des
Voglesberges stören, sondern vielmehr ein Sinnbild für saubere
Zukunftsenergie sind. Dr. Siefart erläuterte, dass jedes dieser
Windräderim Jahr rund 750.000Kilowattstunden Strom erzeugt und damit rein
rechnerisch 300 Haushalte versorgen kann. Im Anschluß an die Besichtigung
wärmten sich die Spaziergänger im Jägerhof Maar bei heißen
Getränken und einer gesunden Brotzeit auf.
Die Energiepolitik der
Grünen, eine Energieversorgung ohne Atomstrom und Kohlekraftwerke zu
erreichen, ist lt. Dr. Siefart die einzige Möglichkeit, die Folgen des
Klimawandels zu begrenzen. Der Vogelsberg biete mit seinen offenen Flächen
und den Windgeschwindigkeiten beste Voraussetzung für Windkraftanlagen.
Leider sei der weitere Ausbau der Windkraft in den letzten Jahren aber von der
CDU-geführten Kommunalverwaltung und der hessischen Landesregierung
permanent behindert worden.
Auch das Repowering alter Anlagen sei
bekämpft worden. In den Jahren der rot-grünen Regierung bis 1999
stieg der Anteil erneuerbarer Energien in Hessen von 0,5 Prozent auf 4,0
Prozent. Seit Beginn der Amtszeit von Roland Koch aber nur auf 4,5 Prozent.
Dabei erzeugten die Windkraftanlagen im Vogelsberg schon jetzt mehr Strom, als
in der Region verbraucht würde. Es bestehe jetzt die einmalige Chance, als
Energieerzeuger einen zukunftsfähigen, nachhaltigen Wirtschaftzweig
aufzubauen, der dauerhafte Beschäftigungen biete.
Ein weiteres
schlagendes Argument für die Nutzung regionaler , erneuerbarer
Energieformen sei die Aussicht, sich von den Exportländern fossiler
Rohstoffe unabhängig zu machen. Obwohl jeder wisse, dass Öl, Erdgas
und Kohle endlich sind, verhalte man sich so, als stünden sie ewig zur
Verfügung. Weiterhin erläuterte der Direktkandidat, dass neben der
Windkraft zu dem Konzept der Grünen eine energetische Nutzung von Biomasse
und Solarenergie gehöre sowie die konsequente Reduzierung des
Energieverbrauchs. Allein durch eine verbesserte Wärmedämmung von
Gebäuden und moderne Heizungs- und Lüftungsanlagen wäre es
möglich, den Heizenergieverbrauch um die Hälfte zu reduzieren.
Vor diesem Hintergrund ist es den Grünen im Vogelsberg völlig
unverständlich, weshalb die OVAG Überlegungen zu einer Beteiligung an
einem Kohlekraftwerk in Lubmin anstellt. Eine solche Beteiligung ist aus
Gründen des Klimaschutzes strikt abzulehnen, so die einhellige Meinung
derGrünen. Was der Vogelsberg braucht, sei ein innovativer kommunaler
Energieversorger, der die Chancen der erneuerbaren Energien erkennt und
umsetzt. |
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