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Grüne sehen viel Handlungsbedarf
für Verbesserungen in Lauterbach
16.1.2008
Die Vorstellungsrunde zu den Bürgermeisterkandidaten
des Lauterbacher Anzeigers am vergangenen Dienstag im Johannesberg bezeichnet
Bündnis 90/Die Grünen in Lauterbach als sehr gelungen. Alle
relevanten Themen in Lauterbach sind zur Sprache gekommen und die rund 200
Teilnehmer konnten sich ein sehr gutes Bild über die Positionen der
Bewerber Vollmöller und Blum machen.
Aus der Sicht der Grünen
gibt es einige Punkte bei denen Übereinstimmung herrscht und andere die
nur mit einem der Kandidaten geteilt werden. Nach Angaben des amtierenden
Bürgermeisters geht es mit der Energieeinsparung bei städtischen
Gebäuden im Bereich der Heimstätten deutlich voran. Im Bereich des
Rathauses sowie z.B. der Dorfgemeinschaftshäuser sehen die Grünen
jedoch erheblichen Handlungsbedarf, um die stark steigenden Kosten für
Heizungen einzudämmen.
Auch Claudia Blum möchte falls
sie Bürgermeisterin wird hier einen ihrer Schwerpunkte setzen. Eine
Prioritätenliste der notwendigen Maßnahmen wäre als erstes zu
erstellen, so Blum. Im Bereich Stadtbücherei sind sich die Grünen
weitgehend einig mit beiden Kandidaten. Bereits seit Jahren besteht
großer Handlungsbedarf hinsichtlich der Erweiterung der Fläche und
des Bücherbestands.
Das ist allen politischen
Handlungsträgern bekannt. Sowohl Frau Blum, als auch Herr Vollmöller
wollen in der nächsten sechsjährigen Wahlperiode endlich dieses
Defizit, beseitigen und damit ein deutlich verbessertes Angebot nicht nur
für Kinder und Jugendliche schaffen. Große Differenzen gibt es im
Bereich des vorbeugenden Gesundheitsschutzes, was den neuen Mobilfunkmast in
Blitzenrod betrifft.
Auf die Nachfrage der Grünen, gab
Bürgermeister Vollmöller zu bedenken, dass der rechtliche Rahmen zur
Verschiebung der Anlage ausgeschöpft worden sei, die Stadt Lauterbach
hätte nicht anders handeln können. Stadtverordnete und
Bürgermeisterkandidatin Blum hingegen sieht, ebenso wie die Grünen,
die Rechtslage anders. Ihrer Ansicht nach könnte die Gemeinde durchaus
eine Planung für ein Versorgungskonzept aufstellen, das bestimmte Gebiete
für die Aufstellung von Masten vorsieht. Ziel sei es, die vorhandenen
Sendeanlagen aus den Wohngebieten herauszubekommen.
Ich sehe das
Thema ähnlich wie beim Rauchen, als eine notwendige Gesundheitsvorsorge,
auch wenn es noch längere Zeit dauert bis das Problem von allen erkannt
wird. Als weiteres Problem bei den beiden Kandidaten erkannt, ist das
Umfeld des Lauterbacher Bahnhofs. Auch die Empfangshalle müsste dringend
renoviert werden, so die Lauterbacher Grünen. Hier soll es weiterhin
Gespräche von Seiten der Stadt mit der Bundesbahn geben, hinsichtlich der
Pflege des Bahnhofumfelds.
Auf der Veranstaltung im Johannesberg wurde
auch das Thema Treffpunkt für Jugendliche und Verbesserung der
städtischen Jugendarbeit angesprochen. Seit längerem gibt es keine
städtischen Jugendräume, so dass etliche Jugendliche sich auf der
Straße treffen müssen, was für alle unbefriedigend ist. Auch
die Möglichkeit Konzerte speziell für Jugendliche zu
ermöglichen, wurde von einem Diskussionsteilnehmer gewünscht. Die
Grünen sehen es als notwendig an, dass in beiden Bereichen die
Jugendarbeit der Stadt bei festen Anlaufpunkten ermöglicht wird. |
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