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Einrichtung eines Energiemanagements
in den kreiseigenen Gebäuden
11.17.2011
Die Grünen wollen im Rahmen der Koalition mit
der SPD und FW ein Konzept für ein dauerhaftes und effizientes
Energiemanagement in den kreiseigenen Gebäuden einführen. Das
Energiemanagement soll die umfassende, zeitnahe und regelmäßige
Erfassung, Kontrolle und Auswertung des Energie- und Wasserverbrauchs der
kreiseigenen Gebäude ermöglichen.
Hinzu kommt die Erstellung einer Schwachstellenanalyse
mit einer Prioritätenliste von energiesparenden Maßnahmen. Daraus
sollen Schritte entwickelt und umgesetzt werden, die ohne oder mit nur geringen
Investitionen Einsparungen ermöglichen. Es soll weiterhin geprüft
werden, ob die Lieferung von Strom, Gas, Öl und Wasser durch Änderung
der Lieferverträge kostengünstiger gestaltet werden kann. Ziel soll
sein, in einem ersten Schritt 50 % des Stromverbrauchs aus Ökostrom zu
decken.
Die dazu erforderlichen Voraussetzungen sollen vom Kreis
geschaffen werden. Die für das Energiemanagement der kreiseigenen
Gebäude und Einrichtungen notwendigen Daten sollen nach und nach erfasst
und in einem Inventar zusammengestellt werden. Die für das
Energiemanagement benötigten Messgeräte, die erforderlichen
Regelsysteme und notwendigen Steuerungen sollen vom Kreis beschafft und
installiert werden. Die Hausverwalter, die mit der Bedienung und Kontrolle der
Anlagen und die mit der Betreuung der Gebäude betraut sind, sollen
regelmäßig geschult werden. Hintergrund dieser Forderungen ist der
neue Vorschlag der EU zur Steigerung der Energieeffizienz.
Die EU hat festgestellt, dass das europäische Ziel,
den Primärenergieverbrauch um 20 % gegenüber 2007 bis 2020 zu
verringern, mit den bisherigen Maßnahmen nicht erreicht werden kann. Von
den Mitgliedstaaten sind daher erhebliche, zusätzliche Anstrengungen
erforderlich, insbesondere im öffentlichen Bereich.
Der Richtlinienvorschlag sieht vor: - die
Inventarisierung der Gebäude mit Angabe der genutzten Fläche und des
Energieverbrauchs - die jährliche Modernisierung von 3 % der Gebäude
mit einer Gesamtnutzfläche von mehr als 250 qm mit dem Ziel eines
Mindeststandards bei der Energieeffizienz - die Erstellung eines Zeitplans mit
speziellen Einsparzielen - die Einrichtung eines Energiemanagementsystems - die
Beschaffung von energieeffizienten Produkten, Dienstleistungen und
Gebäuden Diese grundsätzlichen Aussagen sind aus Sicht der
Grünen richtig und die Forderungen aus ökologischer Sicht
erforderlich.
So ist dauerhaftes und effizientes Energiemanagement der
Gebäude und Einrichtungen eine unverzichtbare Grundlage für eine
nachhaltige Energieeinsparung und damit auch für die Erreichung der
Klimaschutzziele des Kreises. Weiterhin sind nur so die Energie- und
Betriebskosten der kreiseigenen Gebäude auf Dauer in einem
überschaubaren Rahmen zu halten. Durch kostenlose Maßnahmen der
Umorganisation oder nutzungsorientierter Steuerung und durch kleine
Maßnahmen, die nur wenig kosten, können oft 10% bis 20% des
Energieverbrauchs eingespart werden. Solche Maßnahmen rentieren sich also
besonders schnell. Der Kreis sollte deshalb in die Lage versetzt werden, solche
Änderungen rasch und unbürokratisch umzusetzen. |