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Grüne beschließen Forderungen zur Müllpolitik

23.9.2008

Die Kreismitgliederversammlung der Vogelsberger Grünen hat in ihrer jüngsten Sitzung Anforderungen an eine zukunftsfähige Müllpolitik im Vogelsbergkreis beschlossen.
Nachdem Dr. Udo Ornik und Dr. Erik Siefart, die beiden Vertreter der Grünen in der gemeinsamen Grünen/ALA-Fraktion im ZAV, einen umfassenden Bericht über die derzeitige Situation zum Themenkomplex Müllentsorgung im Vogelsberg abgegeben hatten, schloss sich eine längere Diskussion an.

Diese mündete in folgendem einstimmigen Beschluss:Die Wertschöpfung aus der Entsorgung der im Vogelsbergkreis entstehenden Mengen an Müll und Wertstoffen soll im Vogelsbergkreis verbleiben. Dies erstreckt sich sowohl auf die Bereiche Abfuhr/Einsammlung, als auch auf die eigentliche Entsorgung. Zudem müssen Einnahmen aus dem Verkauf von Wertstoffen unmittelbar dem Gebührenzahler zugute kommen.
Die Grünen reagierten mit diesem Beschluss auf die derzeit im ZAV durchgeführte Ausschreibung zur Entsorgung des Vogelsberger Mülls ab dem Jahr 2010. Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung der Kreisversammlung war die Wahl eines neuen Mitglieds für den Kreisvorstand. Diese Nachwahl wurde erforderlich, weil Edith Köhn-Müller aus Alsfeld ? aufgrund der zeitlichen Belastung aus der Tätigkeit im Alsfelder Magistrat - ihren Rückzug aus dem Vorstand erklärt hatte.

Die Versammlung wählte die Kirtorferin Irmela Müller zur Nachfolgerin. Damit ist der Kreisvorstand der Grünen wieder komplettiert. Zu den Delegierten für den nächsten Bundesparteitag der Grünen im November in Erfurt wurden Dr. Erik Siefart und Martin Stiebing gewählt. Den zweiten inhaltlichen Schwerpunkt der Versammlung bildete die Diskussion über die Situation auf Landesebene und das Verhältnis Linke / Grüne auf Kreisebene. Hier wurde sehr kontrovers diskutiert.
Die meisten RednerInnen waren der Meinung, man sollte den Versuch von Andrea Ypsilanti, eine Minderheitsregierung aus SPD und Grünen zu bilden, unterstützen. Es gab allerdings auch kritische Stimmen, welche eher für Neuwahlen plädierten.
 
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