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Grüne unterstützen Bürgerbegehren zur Rücknahme der Müllbeschlüsse

28.08.2009

Nachdem der ZAV mit den Stimmen der CDU, SPD, FDP und FWG die Gebührensatzung neu gefasst hat und den Bürgern Mehrkosten von mehr als 30 Prozent bei der Müllentsorgung entstehen, sehen die Grünen weitere massive Proteste der Bürger voraus. Sie werden die Bürger bei den Bürgerbegehren auf Rücknahme und Neuorientierung der Beschlüsse des Müllzweckverbandes unterstützen.

Dabei sind insbesondere die Gemeinden gefordert, die diese Gebühren-Erhöhung mit unterstützt haben. Durch gezielte Nachfragen und Anträge der Bürger in diesen Gemeinden kann dafür gesorgt werden, dass deren Vertreter sich im ZAV nicht mehr hinter anonymen Mehrheiten verstecken können.

Die Grünen werfen der Mehrheit der Mitglieder in der Verbandsversammlung des ZAV vor, mit dem Beschluss für ein neues Gebührenmodell die in den vergangenen Jahren angehäuften Schulden auf Kosten der kinderreichen Familien abbauen zu wollen. Dies widerspricht allen Bemühungen der letzten Jahre, die Situation der Familien im Vogelsbergkreis zu verbessern.

Die "sogenannte soziale Komponente", die es auf Antrag ermöglichen soll, ab dem dritten Kind eine Ermäßigung zu beantragen, wird nur in den seltensten Fällen greifen, da eine Prüfung der Einkommenssituation vorgenommen wird. Das "Soziale" an dieser Gebührenordnung ist lediglich ein Deckmäntelchen, um den Bürgern Sand in die Augen zu streuen.

Das neue Gebührenmodell täuscht vor, dass die Bürger die benötigte Anzahl der Müllgefäßleerungen selber steuern könnten und so Müllgebühren sparen. Zu den Grundgebühren kommt noch eine personenabhängige Gebühr, die auch dann erhoben wird, wenn gar keine Leerung vorgenommen wird. Bei den Mehrpersonenhaushalten werden die finanziellen Belastungen sogar über 30 Prozent ansteigen. Dies unter anderem auch, weil keine vernünftige Regelung für den Bioabfall gefunden wurde. Hygienische Gründe werden die Bürger zwingen, die Gefäße wesentlich häufiger leeren zu lassen.
 
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