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Grüne lehnen die
Schließung der Bahnhöfe in Wallenrod und Renzendorf ab: Die OVVG
soll das Bahnkonzept neu überdenken
23.7.2008
Die Grünen lehnen die geplante Schließung der
beiden Bahnhöfe in Wallenrod (Lauterbach) und Renzendorf (Schwalmtal) ab.
Diese Planungen der OVVG zur Rettung der Vogelsbergbahn sind ein weiterer
Schritt, das Bahnangebot auszudünnen, und kontraproduktiv in einer Zeit
explodierender Ölpreise.
Immerhin benötigt die Bahn nur ein
Drittel der Energie, die für den Transport in einem Auto oder Lastwagen
erforderlich ist. Damit ist die Bahn ein deutlich umweltfreundlicheres
Transportmittel als das Auto. Die von der OVVG zur Schließung der
Bahnhöfe angeführten Argumente, dass nur so die Kreuzungspunkte der
Vogelsbergbahn pünktlich erreicht und Verspätungen vermieden werden
können, halten die Grünen nicht für stichhaltig.
Auch
die angeblich "zu geringen Fahrgastzahlen" können nach Meinung der
Grünen kein Grund für die Schließung von Bahnhöfen sein.
Die Grünen erinnern daran, dass die jetzt offenbar werdenden Fehlplanungen
von der Bahngesellschaft selbst verursacht worden sind. Zahlreiche
Verspätungen, geringere Zugfrequenzen, die Brechung der Züge zwischen
Alsfeld und Lauterbach, der Rückbau von Kreuzungspunkten und vieles andere
mehr, sind aus Sicht der Grünen die wahren Gründe für den
Fahrgastschwund. In einer Welt der konkurrierenden Verkehrssysteme bleiben
diejenigen auf der Strecke, die wie die Bahn nicht in der Lage sind, sich
rechtzeitig auf den Wechsel der Bedürfnisse der Fahrgäste
einzustellen.
So fehlt schon seit Jahren ein durchgehendes Fahrangebot
aus dem Vogelsbergkreis in das Ballungszentrum Rhein-Main-Gebiet, das die
Grünen schon seit langem vergeblich fordern. Hinzu kommen zahlreiche
Pannen und Verspätungen bei den Übergangspunkten Gießen und
Fulda, die dafür gesorgt haben, dass zahlreiche frustrierte Fahrgäste
verärgert auf ihr Privatfahrzeug umgestiegen sind. Dass es im Bahnbereich
aber auch anders laufen kann, zeigen die Verkehrsverbünde in
Baden-Württemberg und Niedersachsen.
Dort sind Taktzeiten von nur
20 Minuten die Regel. Hinzu kommen kundenfreundlichere, schnelle Züge, die
bei Bedarf von dem Kunden an jeder Haltestelle zum Ein- oder Aussteigen
gestoppt werden können. Das ist für die Vogelsbergbahn noch eine
ferne Zukunftsvision. |
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