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Grüne befürchten erneut Maut-Flüchtlinge auf der B254 nach Aufhebung der 12 Tonnen Sperre für LKW

3.6.2008

Nachdem die 12 Tonnen-Sperr-Verordnung der Hessischen Landesregierung für die Bundesstrassen durch den Hessischen Verwaltungsgerichtshof gekippt worden ist, befürchten die Grünen wieder einen steilen Anstieg des LKW-Schwerlastverkehrs.

Die B254 war 2006 nach Protesten der Grünen und vieler Kommunen zwischen Alsfeld und Wartenberg für den Schwerlastverkehr mit mehr als 12 Tonnen gesperrt und entsprechende Verbots-Schilder aufgestellt worden. Es steht zu befürchten, dass auch dieses Fahrverbot in Kürze fällt. Der Transitverkehr durch die Mautflüchtlinge wird dann auf der B 254 zu einer erheblichen Feinstaub- und Lärmbelastung der Anwohner führen.

Nach Einführung der Maut auf der A5 hatte sich der LKW-Verkehr auf der B254 fast verfünffacht , eine unzumutbare Belastung der Anlieger mit Lärm, Abgasen und Feinstäuben, wie die Grünen schon damals festgestellt haben. Wer von Alsfeld nach Lauterbach wollte, brauchte fast eine halbe Stunde für eine Strecke von nicht mehr als 18 Kilometern.

Dieses wird sich nun wiederholen. Die Kreistagsfraktion fragt sich, warum erst der komplizierte Weg einer Verordnung gewählt wurde, um diesem ungewollten Ausweichverkehr zu entgehen, die der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel nun einkassiert hat. Offensichtlich hatte Minister Riehl bei der Entwicklung dieser Verordnungsinitiative mehr als schlampige Arbeit geleistet.

Die Grünen fragen sich jetzt, ob nicht angesichts der veränderten Verkehrszahlen auf der B254 auch die Diskussion über die Umgehungstrasse von Lauterbach vom Vogelsbergkreis neu geführt werden muss. Denn nicht nur zerschneidet diese Trasse wertvolle Biotopflächen in Lauterbach, sondern sie führt auch mit Geschwindigkeiten von über 120 Stundenkilometern zu erheblichen Lärmbelästigungen der Anwohner.

Weiterhin halten die Grünen es für fragwürdig , ob eine vollständige Durchgängigkeit der B254 von Alsfeld bis Fulda überhaupt im Interesse der Bevölkerung liegen kann. Denn immerhin ziehen solche Verkehrsadern zusätzlichen Durchgangsverkehr an. Unabhängig von der neu zu führenden Diskussion über Sinn und Zweck einer großen Lösung um Lauterbach sehen die Grünen die Erfordernis für kleine Umgehungslösungen im Bereich von Angersbach und Wartenberg.
 
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