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Grüne begrüßen die bundesweit vorgesehene Einführung einer flächendeckenden getrennten Sammlung von Bioabfällen

25.1.2011

Nachdem der ZAV gerade in 2010 die Biotonne aus "Kostengründen" abgeschafft hat, bekommt er schweren Gegenwind aus der Umsetzung der Europäischen Abfallrahmenrichtlinie in deutsches Recht. Diese sieht u.a. die Einführung einer flächendeckenden getrennten Sammlung von Bioabfällen vor.

Dieses begrüßen die Grünen im Vogelsbergkreis ausdrücklich. Gleiches gilt für die Einführung einer verpflichtenden Wertstofftonne. Jetzt rächt sich die kurzsichtige Müllpolitik des ZAV, der mit Druck auf die Bürger des Vogelsbergkreises und das Pochen auf die Gebührensatzung, alle möglichen Alternativen zu den kostenintensiven Verträgen mit Schad & Co sowie deren Äufkäufern wie der Firma Veolia hintertrieben hat. Jetzt soll über eine Resolution im ZAV verhindert werden, dass private Konkurrenz die "lukrativen Pfründe" der Kommunen bzw. des ZAV schmälern.

Dabei sind die Einführung einer Wertstofftonne und die Neuordnung des Kreislaufwirtschafts- und Abfallrechtes für die Verbraucher eher von Vorteil, denn sie ermöglichen den Bürgern, alle Wertstoffe und Verpackungsmaterialien gemeinsam zu sammeln. Diese Grundidee ist vom ZAV nie vertreten worden, im Gegenteil!

Durch den Verkauf des eigenen Getrennt-Sammlungssystems an das Duale System Deutschland und weit reichende Verträge mit großem Entsorgungsunternehmen, hat der ZAV jeden Spielraum für eine eigene neue Gestaltung der Müllentsorgung im Vogelsbergkreis aufgegeben. Statt nun von der Bundesregierung die Beibehaltung überholter Entsorgungsgedanken zu fordern, sollte der ZAV umgehend die Planung für eine flächendeckende kommunale Wertstofftonne aufnehmen und die Ende 2011 auslaufenden Entsorgungsverträge nicht verlängern. Er sollte die Entsorgung wieder selbständig in eigener Regie übernehmen und für den Vogelsbergkreis nicht nur eine Wertschöpfung in der regionalen Entsorgungskette erzielen sondern auch neue Arbeitsplätze schaffen.
 
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