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Grüne lehnen die Planung von
Freisetzungsversuchen gentechnisch veränderter Kartoffeln in Hessen
ab
14.4.2008
Die Grünen im Vogelsbergkreis lehnen die vom Bundesamt
für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auch für
Hessen geplante Genehmigung von Experimenten mit Genkartoffeln ab.
Schon der auf mehreren hundert Hektar in Brandenburg,
Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt unter dem Deckmantel der "Forschung"
geplante Vermehrungsanbau genmanipulierter Kartoffeln ist nach Meinung der
Grünen bereits eine "Freisetzung" dieser noch weitgehend unerforschten
Feldfrüchte, die in dieser Form nicht hätte genehmigt werden
dürfen.
Dabei steht die Firma BASF mit ihrem Genkartoffel-Anbau
alleine da. Die Stärke produzierende Industrie in Deutschland lehnt die
Verarbeitung der Gentech-Stärkeknolle wegen Sicherheitsbedenken
grundsätzlich ab.
Die BASF hatte bereits für das Anbaujahr
2007 einen kommerziellen Anbau der Gentech-Kartoffel Amflora geplant. Das
stieß jedoch auf breite Ablehnung der Öffentlichkeit und der
Weltgesundheitsorganisation. Bislang hat diese Gentech-Knolle keine
entsprechende Genehmigung auf EU-Ebene erhalten.
Die Grünen
fordern daher die Landesregierung auf, die großangelegten Planungen
für Freisetzungen von Knolle und Saat in Hessen zu stoppen. Labor-Versuche
von Experten der britischen Forschungsakademie Royal Society haben ergeben,
dass der Verzehr genetisch veränderter Kartoffeln bei Ratten schwere
Organschäden verursachen kann.
Der Biochemiker Pusztai hatte am
Rowett-Forschungsinstitut in Aberdeen Ratten mit genetisch veränderten
Kartoffeln gefüttert. Den Kartoffeln war ein zusätzliches Gen aus
Schneeglöckchen eingepflanzt worden. Das Gen bewirkt die Produktion von
Lektin, einem Eiweiß, mit dem sich Schneeglöckchen gegen
Blattläuse schützen. Dieser Schutz sollte auf die Kartoffel
übertragen werden. In dem Versuch wurde jedoch festgestellt, dass die
veränderten Kartoffeln Gehirn, Milz, Darmwand, Nieren und Immunsystem der
Ratten schädigen. |
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